Meiner Familie und mir liegt der Umwelt- und Naturschutz sehr am Herzen, daher haben wir diesen
Onlineshop mit integrierten Informations-Blog eröffnet, um mehr Menschen auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen.
Wir haben Produkte aus Bambus in unserem Sortiment, da Bambus ein endlos erneuerbarer Rohstoff ist, der beschnitten werden kann, ohne
dass das Ökosystem gefährdet wird . Hier erklär ich euch, warum Bambus die bessere alternative zu Plastik ist und warum er sogar den Baum schlägt!

Bambus gehört den 12 Arten der Unterfamilie der Süßgräser an und dann gibt es noch ca 1000-1500 verschiedene Bambusarten.

Die Bambusoideae werden in drei Tribus gegliedert:

  1. Arundinariae mit 28 Gattungen und 533 Arten verholzender Gräser der gemäßigten Zone
  2. Bambuseae mit 66 Gattungen und 784 verholzenden Arten der Tropen  und Suptroben
  3. Olyreae mit 21 Gattungen und 122 nicht verholzenden, also krautartigen Arten

Bambus wächst in allen Erdteilen. Es gibt nur zwei Ausnahmen, die Antarktis und Europa. Ein einzelner Bambushalm kann bis zu 30 Meter hoch werden und wächst am Tag bis zu 1,6 Meter. Er hat Abzweigungen und wird in der länge schmaler. Die Wurzelsysteme wachsen wie beim Unkraut ganz von alleine und verbreiten sich dementsprechend auch ohne Hilfe.

Weltweit bedeckt Bambus eine Fläche von ca. 37 Millionen Hektar, davon etwa sechs Millionen in China und neun Millionen in Indien.

Je Hektar wachsen 10 bis 15 Tonnen Biomasse pro Jahr nach.

Bambus ist ein bedeutender, schnell nachwachsender Rohstoff. Vor allem in Asien hat er große ökologische, ökonomische und kulturelle Bedeutung. Für etwa 1,5 Milliarden Menschen bilden Bambus und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten eine Lebensgrundlage. Bambus hat von Natur aus antibakterielle Eigenschaften, daher sind für seinen Anbau keine Pestizide notwendig. Zudem  werden durch seine Widerstandsfähigkeit keine Düngemittel oder künstliche Bewässerungssysteme benötigt. Durch die robusten Wurzelsysteme kann der Bambus auch in erosionsgefährdeten Gebieten für die Bodenstabilität sorgen. Durch die buschartige Form des Bambus und seinen verzweigten Wurzelsystemen, kann der Bambus extrem hohe CO²-Mengen aufnehmen.

Er produziert bis zu 35% mehr Sauerstoff als eine vergleichbare Fläche von Bäumen. Bambus kann zudem recycelt werden und ist biologisch abbaubar.

Das verholzende Riesengras ist seit mehreren Jahrhunderten der regionale Lieferant von Baustoffen und Brennmaterial. Die Anwendungsgebiete reichen dabei von der Verwendung als Nahrungsmittel, Nutzung als Baumaterial für den Möbel- und Hausbau, die Produktion von Textilien und Biowerkstoffen bis hin zur Nutzung von Pflanzenauszügen (Bambusmilch) und zu guter Letzt, bei der Herstellung von Kosmetik- und Pflegeprodukten. Der Bambus ist so vielseitig, das man ihn sogar in Form von Bambuspellets oder Bambus-Holzkohle energetisch nutzen kann.

Der Bambus ist erklärt, wo er wächst, wie er wächst und vorallem warum er zu den endlosen Ressourcen gehört!

ABER

Wieso ist er zudem auch noch die ultimative Alternative zum Plastik / Baum?

Ist Bambus besser als Plastik?

Ein ganz großes JA. Er wird sowohl als Ersatz für Kunststoff, als auch als Ausgangsmaterial für Bioplastik verwendet. Im Gegensatz zu Erdöl, aus dem Plastik normalerweise gefertigt wird, ist Bambus eine nachwachsende Ressource. Die Gewinnung ist zudem deutlich weniger riskant als die von Rohöl. Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Kunststoffen ist Bambus biologisch abbaubar. Bioplastik wird oft auf Basis von essbaren Pflanzen wie Mais oder Zuckerrohr gewonnen; die Produktion steht damit in direkter Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Es gibt verschieden Sorten für verschieden Produkte.

Die Sorten, die zu Plastik- oder Holzersatz verarbeitet werden, werden also in der Regel nicht als Nahrungsmittel genutzt. Wie oben schon beschrieben, ist Bambus biologisch abbaubar und Plastik nicht. Plastik braucht je nach Produkt, von 6 Wochen bis zu 600 Jahren für den Abbau. Plastik welches in die Meere und Ozeane gelangt, wird zu Mikroplastik. Dieser Mikroplastik gelangt durch unsere Nahrungskette, dann wieder in unseren Körper. Wir essen also Mikroplastik, was für uns genauso schädlich ist wie für jedes andere Lebewesen auf unserer Erde. Wir müssen endlich was dagegen machen , die Plastikflut muss aufhören, denn wir schaden uns selbst.

Allerdings: besser als Bioplastik ist immer noch kein Plastik!

Bambus statt Buche? der etwas kritische Aspekt wegen des Transportweges

Ob Bambus als Holzersatz „besser“ ist als heimische Hölzer, kann man ehrlich gesagt nicht eindeutig beantworten.

Zwar ist er durch seinen extrem schnellen Wachstum, die häufige Ernte und die hohe CO2-Speicherkapazität, prinzipiell nachhaltiger als das Holz der meisten Bäume. Die Transportwege des Bambus nach Europa jedoch sind lang und verursachen große Mengen schädlicher Treibhausgase. Zudem werden die deutschen Wälder zu großen Teilen nachhaltig bewirtschaftet und müssen daher weniger geschützt werden als die Tropenwälder. Letztlich muss man die weitere Entwicklung des noch kleinen Marktes abwarten – bis dahin ist „Bambus oder Holz?“ vor allem eine Frage der Verfügbarkeit und des Geschmacks.

Bei unserem Partner @goPandoo wissen wir, das Sie darauf achten, das es bei einer Co2 neutralen Fracht bleibt. Mit einer monetären Spende an myclimate.org kompensieren Sie die ausgelösten Emissionen im Transport. Sie möchten damit garantieren, das durch ihre Nutzung des Bambus keine Umweltschäden verursacht werden. EcoYou hat alternativ dazu, das Projekt “Baum pflanzen”. Daher haben wir uns auch auf diesem großen Markt, für genau diese Hersteller entschieden.

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Quellenangaben: Wikipedia, Pandoo